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Die Sprachen der Staatsrechtslehre - jenseits der Dogmatik

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Beschreibung

Dogmatics constitutes the characteristic mode of communication in German(-language) legal scholarship in general and in constitutional law scholarship in particular. Its strength lies in its focus on the needs of legal practice. Yet this practical orientation comes at a price, as it more or less inevitably leads to the exclusion, reduction, or neglect of non-dogmatic approaches to understanding the law. Against this background, the question arises whether legal scholarship in general and constitutional law scholarship in particular possess - and require - additional disciplinary 'languages' beyond the classical foundational disciplines of legal history, legal philosophy, and legal sociology in order to communicate beyond the sphere of legal application and to adequately grasp the legal world more broadly.
Particular attention should be paid here to constitutional theory, which, while clearly connected to (constitutional) dogmatics, cannot be reduced to it but instead points beyond it. In this way, constitutional theory could serve as a mediator between dogmatics and the classical foundational disciplines. The French example likewise helps to illuminate both the strengths of the 'language model' of German(-language) constitutional law scholarship and its need for supplementation.

; Die Dogmatik bildet das charakteristische Kommunikationsformat der deutsch(sprachig)en Rechtswissenschaft im Allgemeinen und der Staatsrechtslehre im Besonderen. Dogmatik zeigt ihre Stärke in der Fokussierung auf die Bedürfnisse der Rechtspraxis. Doch diese rechtspraktische Fokussierung hat ihren Preis, führt sie doch mehr oder minder notgedrungen zur Ausblendung, Verkürzung oder Vernachlässigung nicht-dogmatischer Verständniszugänge. Angesichts dessen erhebt sich die Frage, ob die Rechtswissenschaft im Allgemeinen und die Staatsrechtslehre im Besonderen neben den klassischen Grundlagendisziplinen der Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie weitere disziplinäre 'Sprachen' hat und braucht, um sich jenseits der Rechtsanwendung verständigen und die Rechtswelt im Übrigen adäquat erschließen zu können. Besondere Aufmerksamkeit kommt hierbei der Verfassungstheorie zu, die zwar deutliche Berührungspunkte mit der (Verfassungs-)Dogmatik aufweist, aber nicht in ihr aufgeht, sondern über sie hinausweist. Damit könnte sie mitteln zwischen der Dogmatik und den klassischen Grundlagenfächern. Auch das französische Beispiel hilft, gleichermaßen die Vorzüge und die Ergänzungsbedürftigkeit des 'Sprachmodells' der deutsch(sprachig)en Staatsrechtslehre deutlich werden zu lassen.

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